Ein Notstromaggregat, das im Ernstfall nicht anspringt, weil das Benzin im Tank nach zwei Jahren verharzt ist – das ist einer der häufigsten Frustmomente, die wir in der Werkstatt erleben. Ein Dual-Fuel-Stromerzeuger löst genau dieses Problem: Er läuft wahlweise mit Benzin oder mit LPG (Flüssiggas) und gibt Dir die Freiheit, jederzeit den Kraftstoff zu nutzen, der gerade passt. Dieser Ratgeber zeigt Dir auf Basis von über 18 Jahren Praxiserfahrung, was LPG- und Dual-Fuel-Geräte wirklich leisten, was der Gasbetrieb kostet – und welches Modell zu Deinem Einsatz passt.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Kraftstoffe, ein Gerät: Ein Dual-Fuel-Stromerzeuger läuft mit Benzin oder LPG (Propan/Butan) und ist im Betrieb umschaltbar.
- Gas ist unbegrenzt lagerfähig: Flüssiggas in der Flasche altert nicht – Benzin verliert dagegen schon nach 3–6 Monaten an Startfähigkeit.
- Leistungsabschlag im Gasbetrieb: Im Gasmodus liefern die meisten Geräte rund 10 % weniger Dauerleistung als mit Benzin.
- Lange Laufzeit: Eine 11-kg-Gasflasche reicht für eine Grundversorgung der 3,5-kW-Klasse je nach Last für etwa 15–20 Stunden – per Flaschentausch praktisch unbegrenzt.
- Bestseller bei Kipor.org: Der maXpeedingrods MXR 3500S ist unser meistverkaufter Dual-Fuel-Inverter (113 Bestellungen im letzten Jahr).
- Sicherheit: Gasflaschen gehören nie in den Keller, der Generator läuft nur im Freien – Kohlenmonoxid ist geruchlos und tödlich.
- Was ist ein Dual-Fuel-Stromerzeuger?
- Warum LPG? Die echten Vorteile im Notstrombetrieb
- Benzin, LPG oder Dual-Fuel – der direkte Vergleich
- Was kostet Dich der Gasbetrieb an Leistung?
- Wie lange läuft eine 11-kg-Gasflasche?
- Welcher Dual-Fuel-Stromerzeuger passt zu Dir?
- Gasflasche sicher anschließen und lagern
- Häufige Fragen zu LPG- und Dual-Fuel-Stromerzeugern
- Fazit: Flexibilität, die im Ernstfall zählt
Was ist ein Dual-Fuel-Stromerzeuger?
Ein Dual-Fuel-Stromerzeuger ist ein Generator, dessen Motor sowohl mit Benzin als auch mit Flüssiggas (LPG, also Propan oder Butan) betrieben werden kann – umgeschaltet wird über einen Wahlschalter oder Hahn, ohne Umbau. Das Gerät hat einen normalen Benzintank und zusätzlich einen Gasanschluss, an den Du über einen Druckminderer eine handelsübliche Gasflasche anschließt. Beide Kraftstoffe treiben denselben Verbrennungsmotor an, der wiederum den Generator bzw. die Inverter-Elektronik versorgt.
Der praktische Nutzen liegt in der Unabhängigkeit: Du bist nicht auf eine einzige Energiequelle angewiesen. Hast Du Benzin im Kanister, startet das Gerät sofort. Steht eine Gasflasche bereit, schaltest Du auf Gas um und läufst stundenlang durch, ohne nachtanken zu müssen. Gerade in der Notstromvorsorge ist das ein echter Vorteil, denn ein Generator nützt nur dann etwas, wenn er nach Monaten oder Jahren Standzeit auch zuverlässig anspringt.
Die meisten Dual-Fuel-Geräte im Kipor.org-Sortiment sind Inverter-Stromerzeuger. Sie erzeugen eine reine Sinuswelle mit einem Klirrfaktor (THD) unter 3 % – sowohl im Benzin- als auch im Gasbetrieb. Das ist wichtig, weil empfindliche Verbraucher wie Heizungssteuerungen, Router, Laptops und medizinische Geräte sauberen Strom brauchen. Ein Dual-Fuel-Inverter kombiniert also Kraftstoff-Flexibilität mit netzqualitativem Strom.
„Der häufigste Grund, warum ein Notstromaggregat im Ernstfall versagt, ist altes Benzin. Wer sein Gerät einmal kauft und dann jahrelang im Schuppen stehen lässt, hat im Blackout oft nur einen teuren Briefbeschwerer. Mit Dual-Fuel umgehst Du das komplett: Du lagerst eine Gasflasche, schließt sie an, und das Gerät läuft – auch nach drei Jahren Standzeit."
– Alexander Harlinghausen, Geschäftsführer Kipor.org GmbH, 18+ Jahre Erfahrung im Bereich Stromerzeuger
Warum LPG? Die echten Vorteile im Notstrombetrieb
LPG ist im Notstrombetrieb vor allem wegen einer Eigenschaft attraktiv: Flüssiggas in der Flasche ist praktisch unbegrenzt haltbar und löst damit das größte Problem der Vorsorge mit Verbrennern. Dazu kommen eine sauberere Verbrennung und ein oft günstigerer Betrieb. Im Folgenden trennen wir die echten Vorteile von den Marketing-Versprechen, die Du in vielen Shops liest.
Unbegrenzte Lagerfähigkeit – das Benzin-Problem
Flüssiggas (LPG) ist unbegrenzt haltbar und lässt sich ohne Qualitätsverlust in Flaschen lagern – das bestätigt der Deutsche Verband Flüssiggas. Benzin dagegen altert: Schon nach 3–6 Monaten beginnt es zu oxidieren, bildet Ablagerungen und verharzt den Vergaser, was zu Startproblemen führt. Für ein Gerät, das monate- oder jahrelang als Reserve bereitstehen soll, ist das ein entscheidender Unterschied.
Mit LPG füllst Du einmal eine 11-kg-Flasche, stellst sie sicher ab und hast jahrelang einsatzbereiten Kraftstoff. Das Gas verliert seine Energie nicht, der Generator startet zuverlässig. Wer trotzdem auf Benzin setzt, sollte den Kraftstoff alle paar Monate rotieren – altes Benzin ins Auto, frisches in den Kanister. Mit einem Dual-Fuel-Gerät sparst Du Dir diese Routine, weil die Gasflasche die Dauerreserve übernimmt und das Benzin nur für den schnellen Sofortstart bereitsteht. Mehr dazu liest Du in unserem Ratgeber, wie Du einen Generator nach langer Standzeit startest.
Sauberere Verbrennung, weniger Wartung
LPG verbrennt deutlich rückstandsärmer als Benzin und reduziert dadurch Ablagerungen im Motor und am Vergaser. In der Praxis bedeutet das längere Wartungsintervalle und weniger typische Standschäden wie verharzte Vergaserdüsen. Das Motoröl bleibt im Gasbetrieb länger sauber, weil weniger unverbrannte Kraftstoffreste hineingelangen.
Hinzu kommt: LPG-Betrieb läuft oft etwas leiser und vibrationsärmer als Benzinbetrieb. Das ist kein Marketing, sondern eine Folge der gleichmäßigeren Verbrennung des gasförmigen Kraftstoffs. Wenn Du Deinen Generator regelmäßig im Wohnmobil oder in Wohngebietsnähe einsetzt, ist das ein angenehmer Nebeneffekt. Trotzdem gilt: Auch ein gasbetriebener Generator ist kein leiser Heimwerker-Akku – mit Werten um 62 dB(A) bei 7 Metern entspricht ein guter Inverter etwa der Lautstärke eines normalen Gesprächs.
Kosten und Verfügbarkeit
Eine 11-kg-Propangasflasche ist in Deutschland an Tankstellen, im Baumarkt und im Fachhandel breit verfügbar und wird im Tauschsystem oder per Pfand befüllt. Pro Betriebsstunde ist Gas in vielen Fällen günstiger als Benzin, auch wenn der mengenmäßige Verbrauch je nach Last ähnlich ausfällt. Benzin punktet dafür mit der lückenlosen Verfügbarkeit an jeder Tankstelle – ideal, wenn Du spontan und ohne Vorbereitung Strom brauchst.
Genau hier zeigt sich die Stärke der Dual-Fuel-Lösung: Du musst Dich nicht festlegen. Für die langfristige Vorsorge nutzt Du die lagerfähige Gasflasche, für den spontanen Einsatz greifst Du zum Benzin. Diese Doppelstrategie ist der eigentliche Grund, warum sich Dual-Fuel-Geräte bei vorausschauenden Käufern durchgesetzt haben.
Benzin, LPG oder Dual-Fuel – der direkte Vergleich
Im direkten Vergleich gewinnt kein Kraftstoff auf ganzer Linie – jeder hat ein klares Stärkenprofil. Benzin überzeugt bei Sofortverfügbarkeit und voller Leistung, LPG bei Lagerfähigkeit und sauberer Verbrennung, und Dual-Fuel vereint beide Welten gegen einen kleinen Aufpreis. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen.
| Kriterium | Benzin | LPG (Gas) | Dual-Fuel |
|---|---|---|---|
| Lagerfähigkeit | 3–6 Monate (altert) | Unbegrenzt | Beides nutzbar |
| Dauerleistung | 100 % | ca. 10 % weniger | Voll mit Benzin |
| Verbrennung / Wartung | Rückstände, Vergaser verharzt | Sauber, schont den Vergaser | Gasbetrieb schont das Gerät |
| Verfügbarkeit | Jede Tankstelle | Flasche aus Baumarkt/Tankstelle | Beide Quellen |
| Laufzeit am Stück | Durch Tankgröße begrenzt | Flasche tauschbar – quasi unbegrenzt | Gas für Dauerlauf |
| Sofortstart | Sehr gut | Gut | Benzin für schnellen Start |
| Ideal für | Spontane Kurzeinsätze | Vorrat und Dauerbetrieb | Maximale Flexibilität |
Abb. 1: Stärkenprofil der drei Kraftstoff-Optionen – Dual-Fuel kombiniert die Vorteile von Benzin und LPG (Quelle: Kipor.org)
Was kostet Dich der Gasbetrieb an Leistung?
Im Gasbetrieb liefern die meisten Dual-Fuel-Generatoren rund 10 % weniger Dauerleistung als mit Benzin – das ist physikalisch bedingt und ehrlicherweise einzuplanen, auch wenn viele Shops mit „kein Leistungsverlust" werben. Ein Gerät, das mit Benzin 3.200 Watt Dauerleistung schafft, liegt mit Gas typischerweise bei rund 2.900 Watt. Diese Größenordnung zeigt sich quer durch die Modelle verschiedener Hersteller, etwa bei Champion (3.500 W Benzin zu 3.150 W Gas) oder Einhell (1.800 W zu 1.600 W).
Für die Praxis heißt das: Dimensioniere Deinen Generator so, dass er auch im Gasbetrieb genug Reserve für Deine Verbraucher hat. Wenn Du im Notfall Kühlschrank, Heizungspumpe und Beleuchtung gleichzeitig betreiben willst, plane die Last gegen die kleinere Gas-Leistung – nicht gegen den Benzin-Spitzenwert. Mit dieser Reserve bist Du auf der sicheren Seite, falls Du im Dauerbetrieb auf Gas umschaltest.
Der kleine Leistungsabschlag wird durch einen großen Vorteil mehr als ausgeglichen: die Laufzeit. Während der Benzintank durch sein Volumen begrenzt ist, kannst Du Gasflaschen einfach tauschen und so praktisch unbegrenzt durchlaufen. Wer also einen mehrtägigen Ausfall überbrücken will, gewinnt mit Gas mehr, als er an Spitzenleistung verliert.
Abb. 2: Leistung und Laufzeit im Vergleich – Beispielwerte der 3,5-kW-Klasse (Quelle: Kipor.org / Hersteller- und Verbraucherdaten)
Pro-Tipp vom Experten: Rechne Deinen Leistungsbedarf immer gegen die Gas-Leistung, nicht gegen den Benzin-Spitzenwert. Und denke an den Anlaufstrom: Geräte mit Motor oder Kompressor – Kühlschrank, Heizungspumpe, Wärmepumpe – ziehen beim Start kurzzeitig das 3- bis 6-fache ihrer Nennleistung. Wenn Du im Gasbetrieb mit 2.900 Watt fährst, sollte die Summe Deiner Dauerlast deutlich darunter liegen, damit beim Anlauf des Kühlschranks noch Reserve bleibt. Wie Du den Bedarf sauber berechnest, zeigen wir im Ratgeber für den Hausgebrauch.
Wie lange läuft eine 11-kg-Gasflasche?
Eine 11-kg-Propangasflasche reicht bei einem Generator der 3,5-kW-Klasse für eine typische Grundversorgung – Kühlschrank, Heizungspumpe, Router und Licht – je nach Last für etwa 15 bis 20 Stunden. Bei voller Auslastung sinkt die Laufzeit entsprechend, im sparsamen ECO-Modus bei geringer Last steigt sie. Entscheidend ist: Sobald die Flasche leer ist, tauschst Du sie in wenigen Minuten gegen eine volle – und läufst weiter.
Damit eignet sich Dual-Fuel besonders für mehrtägige Ausfälle. Mit zwei oder drei Reserveflaschen überbrückst Du auch längere Notlagen, ohne auf eine funktionierende Tankstelle angewiesen zu sein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz empfiehlt ohnehin, für rund 10 Tage vorzusorgen – mit lagerfähigem Gas lässt sich diese Vorgabe für die Stromversorgung realistisch umsetzen.
Unser meistverkaufter Dual-Fuel-Inverter ist der maXpeedingrods MXR 3500S: 113 Bestellungen im letzten Jahr machen ihn zum klaren Bestseller dieser Kategorie. Er bietet 3.200 Watt Nennleistung, einen 5,7-Liter-Benzintank und – mit angeschlossener Gasflasche – eine nahezu unbegrenzte Laufzeit.

maXpeedingrods MXR 3500S – DualFuel Inverter
- Benzin oder LPG – im Betrieb umschaltbar, für Sofortstart und Dauerlauf
- 3.200 W Nenn- / 3.500 W Max.-Leistung – reine Sinuswelle (THD < 3 %) für empfindliche Elektronik
- 5,7-L-Tank + Gasanschluss – mit Flasche praktisch unbegrenzte Laufzeit
- 62 dB(A) bei 7 m, 25 kg – 3-fach-Start: Seilzug, E-Start und Funk-Fernbedienung
- Preis: ca. 749,95 € – meistverkaufter Dual-Fuel bei Kipor.org (Preis bitte im Shop prüfen)
Welcher Dual-Fuel-Stromerzeuger passt zu Dir?
Welcher Dual-Fuel-Stromerzeuger der richtige ist, hängt von Deinem Einsatz ab: maximale Autarkie zu Hause, leiser Komfort im Wohnmobil oder hohe Leistung im Gewerbe. Für die meisten Privathaushalte reicht ein Gerät der 3,5-kW-Klasse aus, während Foodtrucks oder Events nach Drehstrom und deutlich mehr Leistung verlangen. Im Folgenden ordnen wir die passenden Modelle ihren Anwendungsfällen zu.
Notstrom und maximale Autarkie
Für die Notstromvorsorge zu Hause empfiehlt sich ein Dual-Fuel-Inverter der 3,5-kW-Klasse, weil er Grundversorgung und Komfortgeräte abdeckt und über die Gasflasche jahrelang einsatzbereit bleibt. Wenn Dir Preis-Leistung wichtiger ist als maximaler Komfort, ist der maXpeedingrods MXR 3800DF ein solider Klassiker – derselbe Leistungsbereich, schlankerer Funktionsumfang, günstigerer Preis. Ausführlich haben wir ihn im Dual-Fuel-Test für zuhause beschrieben.

maXpeedingrods MXR 3800DF – Dual-Fuel-Klassiker
- Benzin + LPG, rund 3.500 W – für Grundversorgung und Notstrom im Einfamilienhaus
- Inverter mit reiner Sinuswelle – sicher für Heizungssteuerung, Router und Laptop
- LPG-Reserve unbegrenzt lagerbar – springt auch nach Monaten Standzeit zuverlässig an
- Günstiger Einstieg in die Dual-Fuel-Technik mit bewährter maXpeedingrods-Basis
- Preis: ca. 545,00 € – preiswertester Dual-Fuel im Sortiment (Preis bitte im Shop prüfen)
Wer seinen Generator gern aus der Ferne überwacht, findet im maXpeedingrods MXR 4000GT einen Dual-Fuel-Inverter mit App-Steuerung – praktisch, wenn das Gerät im Garten oder Schuppen steht und Du Füllstand und Last vom Sofa aus im Blick behalten willst.
Camping und Wohnmobil
Für Camping und Wohnmobil zählt vor allem ein niedriges Gewicht bei sauberem, leisem Strom – und genau hier spielt die Gasoption ihre Stärke aus. Wer ohnehin eine Gasflasche für Kocher oder Heizung an Bord hat, kann denselben Kraftstoff für den Generator nutzen. Kompakte Dual-Fuel-Geräte wie der Champion Atom Fusion 3000 DF mit rund 3.000 Watt bieten dafür Markenqualität im handlichen Format – praktisch, wenn Du ohnehin Stauraum sparen willst.
Ein praktischer Vorteil im Camping-Alltag: Im Gasbetrieb läuft der Motor sauberer und der Vergaser bleibt frei – gerade bei Geräten, die zwischen den Reisen lange stehen. So vermeidest Du das klassische „Es springt nach dem Winter nicht an"-Problem, das viele Benzingeräte plagt.
Gewerbe, Event und Drehstrom
Für Foodtrucks, Events und Gewerbe mit Drehstrombedarf gibt es Dual-Fuel auch in der großen Liga – etwa den Kompak KGG90Ei-DF mit 11 kVA und 400-Volt-Anschluss. Hier zahlt sich die Gasoption doppelt aus: Auf Veranstaltungen ist die Versorgung mit Gasflaschen oft einfacher zu organisieren als ständiges Benzin-Nachtanken, und die sauberere Verbrennung reduziert Geruch und Wartungsaufwand im Dauereinsatz. Wenn Du unsicher bist, welche Leistungsklasse zu Deinem Betrieb passt, lohnt sich ein Blick in unsere Gas-Stromerzeuger-Kollektion oder eine kurze Beratung.
Gasflasche sicher anschließen und lagern
Beim Umgang mit LPG gelten klare Sicherheitsregeln, denn Flüssiggas ist schwerer als Luft und sammelt sich bei einem Leck am Boden, wo es ein explosionsfähiges Gemisch bilden kann. Deshalb dürfen Gasflaschen nie in Kellern oder Räumen unter Erdgleiche gelagert werden – das regelt in Deutschland die Technische Regel Flüssiggas (TRF 2021). Wer diese Grundregeln kennt, betreibt einen Dual-Fuel-Generator völlig sicher.
So schließt Du die Gasflasche richtig an
Der Anschluss erfolgt über einen Druckminderer und einen Gasschlauch, die bei den meisten Dual-Fuel-Geräten im Lieferumfang enthalten sind. Achte auf das Linksgewinde der Flaschenarmatur, prüfe alle Verbindungen vor dem Start mit Lecksuchspray auf Dichtheit und öffne das Flaschenventil erst, wenn alles fest sitzt. Die Flasche steht dabei aufrecht und gegen Umfallen gesichert neben dem Generator – im Freien, nie in einem geschlossenen Raum.
Sicherheitshinweis CO: Ein Stromerzeuger – egal ob mit Benzin oder Gas betrieben – produziert Kohlenmonoxid (CO). CO ist geruchlos und tödlich. Betreibe den Generator ausschließlich im Freien, mindestens 5 Meter von Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen entfernt. Niemals in Garage, Keller oder Wohnraum laufen lassen – auch nicht „nur kurz". Wie Du Aufstellung und Abgasführung richtig planst, liest Du in unserem Ratgeber zum sicheren Betrieb in Garage oder Keller.
Abb. 3: Sicherer Umgang mit Gasflaschen nach TRF 2021 (Quelle: Kipor.org / Deutscher Verband Flüssiggas)
Gasflaschen richtig lagern
Im Privathaushalt dürfen sich höchstens zwei Flüssiggasflaschen (jeweils 5 oder 11 kg) im Gebäude befinden, von denen nur eine angeschlossen sein darf – die zweite wird in einem anderen Raum gelagert. Tabu sind Keller, Schlafräume, Treppenhäuser und Flure; der Lagerort muss oberhalb der Erdgleiche liegen und belüftet sein. Diese Vorgaben fasst der Flüssiggas-Ratgeber von Rheingas übersichtlich zusammen. Reserveflaschen, die über diese Menge hinausgehen, gehören ins Freie – etwa in einen gut belüfteten Gartenschrank.
Sicherheitshinweis Lagerung: Lagere Gasflaschen niemals im Keller oder in Räumen unterhalb der Erdgleiche. Da Flüssiggas schwerer als Luft ist, sammelt es sich bei einem Leck am tiefsten Punkt und kann sich entzünden. Bewahre Flaschen stets stehend, gesichert und mit Ventilschutzkappe auf – und entferne sie aus Schlafräumen und Durchgängen.
Pro-Tipp vom Experten: Bei Kälte kann die Gasentnahme schwächeln – das betrifft vor allem Butan, das schon unter rund 0 °C kaum noch verdampft. Für den Winter- und Notstrombetrieb solltest Du deshalb auf reine Propanflaschen setzen: Propan liefert auch bei Minusgraden zuverlässig Druck. Lagere die Flasche zudem nicht im eiskalten Schuppen, sondern an einem frostgeschützten, belüfteten Ort oberhalb der Erdgleiche – dann zündet das Gas auch im Januar sofort.
Häufige Fragen zu LPG- und Dual-Fuel-Stromerzeugern
Verliert ein Dual-Fuel-Generator im Gasbetrieb an Leistung?
Ja, in der Regel etwa 10 %. Ein Gerät mit 3.200 Watt Dauerleistung im Benzinbetrieb liefert mit Gas typischerweise rund 2.900 Watt. Dimensioniere Deinen Generator deshalb gegen die kleinere Gas-Leistung und plane Reserve für den Anlaufstrom motorbetriebener Geräte ein, damit es im Dauerbetrieb nicht zu Überlastung kommt.
Wie lange hält eine Gasflasche am Generator?
Eine 11-kg-Propanflasche reicht bei einem 3,5-kW-Gerät und einer Grundversorgung je nach Last etwa 15 bis 20 Stunden. Bei voller Auslastung sinkt die Laufzeit, im ECO-Modus steigt sie. Da Du die Flasche in Minuten gegen eine volle tauschst, ist die Gesamtlaufzeit praktisch unbegrenzt – ideal für mehrtägige Stromausfälle.
Ist LPG wirklich unbegrenzt lagerfähig?
Ja. Flüssiggas in der Flasche altert nicht und verliert keine Energie, auch nach Jahren nicht – das bestätigt der Deutsche Verband Flüssiggas. Damit löst LPG das größte Problem der Notstromvorsorge mit Verbrennern: Benzin verharzt schon nach 3–6 Monaten und führt zu Startproblemen, Gas bleibt dauerhaft einsatzbereit.
Darf ich die Gasflasche im Keller lagern?
Nein. Flüssiggas ist schwerer als Luft und sammelt sich bei einem Leck am Boden, wo es ein explosionsfähiges Gemisch bilden kann. Die Lagerung in Kellern, Räumen unter Erdgleiche, Schlafräumen und Fluren ist nach TRF 2021 verboten. Erlaubt sind belüftete Räume oberhalb der Erdgleiche – im Haushalt maximal zwei Flaschen.
Welches Dual-Fuel-Modell ist das richtige für Notstrom zu Hause?
Für die meisten Einfamilienhäuser passt ein Dual-Fuel-Inverter der 3,5-kW-Klasse. Unser meistverkauftes Modell ist der maXpeedingrods MXR 3500S mit 3.200 Watt Nennleistung, 3-fach-Start und reiner Sinuswelle. Wer preisbewusst einsteigen will, greift zum MXR 3800DF. Bei Unsicherheit berechnen wir Deinen Bedarf gern persönlich.
Fazit: Flexibilität, die im Ernstfall zählt
Ein Dual-Fuel-Stromerzeuger ist die durchdachteste Wahl für alle, die Vorsorge und Alltagstauglichkeit verbinden wollen: Du nutzt Benzin für den spontanen Sofortstart und lagerfähiges LPG für die Dauerreserve, die auch nach Jahren noch anspringt. Der kleine Leistungsabschlag von rund 10 % im Gasbetrieb wird durch die nahezu unbegrenzte Laufzeit mehr als aufgewogen. Für die meisten Haushalte ist der maXpeedingrods MXR 3500S der passende Allrounder, preisbewusste Einsteiger fahren mit dem MXR 3800DF richtig.
Du bist Dir unsicher, welches Modell und welche Leistungsklasse zu Deinem Bedarf passen? Stöbere durch unsere komplette Gas-Stromerzeuger-Kollektion oder kontaktiere uns für eine persönliche Beratung. Wir berechnen Deinen exakten Leistungsbedarf und finden gemeinsam die richtige Notstromlösung für Dein Zuhause.
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