Was tun bei Stromausfall? Dein Notfall-Guide 2026

Bei einem Stromausfall zählt schnelles, besonnenes Handeln – von der Überprüfung des Sicherungskastens bis zur langfristigen Absicherung mit einem Notstromaggregat. Dieser Guide zeigt Dir auf Basis von über 18 Jahren Praxiserfahrung, was Du bei einem Stromausfall sofort tun solltest, wie Du Dich vorbereitest und welcher Stromerzeuger Dein Zuhause 2026 zuverlässig absichert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sofortmaßnahme: Sicherungskasten prüfen, FI-Schalter testen, Nachbarn fragen – oft ist nur eine Sicherung ausgelöst, kein Netzausfall
  • Statistik: Die durchschnittliche Stromunterbrechung in Deutschland lag 2024 bei 11,7 Minuten pro Jahr (Bundesnetzagentur) – lokale Extremereignisse können aber Stunden bis Tage dauern
  • Notstrom fürs Haus: Für die Grundversorgung (Kühlschrank, Heizungssteuerung, Router, Licht) reichen 2.000–3.500 Watt – für Wärmepumpen mindestens 5.000 Watt
  • Inverter-Technologie: Pflicht für moderne Haushalte – reine Sinuswelle (THD < 3%) schützt empfindliche Elektronik wie Heizungssteuerungen und Router
  • Sicherheit: Generator NIEMALS in geschlossenen Räumen betreiben – Kohlenmonoxid (CO) ist geruchlos und tödlich. Einspeisung ins Hausnetz nur über Netzumschalter durch Elektrofachbetrieb
  • Vorbereitung: BBK empfiehlt Notvorrat für 10 Tage – Taschenlampen, Batterien, Wasser und haltbare Lebensmittel gehören in jeden Haushalt

Stromausfall: Die ersten 10 Minuten richtig handeln

Ein Stromausfall kommt meist ohne Vorwarnung – und die richtige Reaktion in den ersten Minuten entscheidet darüber, ob Du die Situation schnell löst oder unnötig lange im Dunkeln sitzt. Bevor Du den Energieversorger anrufst oder in Panik gerätst: In über 80% der Fälle liegt die Ursache im eigenen Haus.

Sicherungskasten prüfen – häufigste Ursache

Der erste Schritt bei jedem Stromausfall ist der Gang zum Sicherungskasten. In den meisten Fällen hat ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) oder eine Leitungssicherung ausgelöst – das ist kein Netzausfall, sondern ein Schutzmechanismus Deiner Hausinstallation. So gehst Du vor:

  • Alle großen Verbraucher ausschalten: Herd, Waschmaschine, Trockner – das verhindert Überlastung beim Wiedereinschalten
  • FI-Schalter identifizieren: Der FI-Schalter ist breiter als normale Sicherungen und hat eine Testtaste. Steht er auf „Aus"? → Wieder einschalten
  • Einzelne Sicherungen prüfen: Ist nur ein Stromkreis betroffen (z.B. Küche)? → Defektes Gerät suchen und vom Netz nehmen
  • FI-Schalter löst sofort wieder aus? → Einen Stromkreis nach dem anderen zuschalten, um den Fehler einzugrenzen. Dann Elektriker rufen

Pro-Tipp vom Experten: Beschrifte Deinen Sicherungskasten! Bei jedem zweiten Kunden, den wir beraten, sind die Sicherungen nicht beschriftet. Im Dunkeln mit einer Taschenlampe den richtigen Schalter zu finden, kostet unnötig Zeit und Nerven. 15 Minuten Aufwand an einem ruhigen Nachmittag sparen Dir im Ernstfall echten Stress.

Großflächiger Stromausfall – was jetzt?

Wenn auch die Nachbarhäuser dunkel sind und die Straßenbeleuchtung ausgefallen ist, handelt es sich um einen großflächigen Netzausfall. In diesem Fall kannst Du die Störungsnummer Deines Netzbetreibers anrufen (steht auf der letzten Stromrechnung oder im Zählerkasten). Die wichtigsten Sofortmaßnahmen:

  • Ruhe bewahren: Die meisten Netzausfälle in Deutschland dauern unter 60 Minuten
  • Elektrische Geräte ausschalten: Vor allem Herd, Bügeleisen und Heizlüfter – verhindert Brandgefahr und Überlastung bei Wiederkehr des Stroms
  • Kühlschrank und Tiefkühler geschlossen halten: Ein voller Gefrierschrank hält die Temperatur ohne Strom 24–48 Stunden, ein Kühlschrank 4–6 Stunden
  • Smartphone sparsam nutzen: Helligkeit reduzieren, WLAN ausschalten, nur für Notfälle verwenden
  • Batteriebetriebenes Radio bereithalten: Bei großflächigen Ausfällen informieren lokale Sender über den Sachstand
Stromausfall-Checkliste: So handelst Du richtig 1 Ruhe bewahren Nur Dein Haus? → Sicherungskasten Nachbarn auch? → Netzausfall 2 Große Verbraucher aus Herd, Heizlüfter, Waschmaschine → Verhindert Überlastung beim Reset 3 FI-Schalter & Sicherungen FI ausgelöst? → Wieder einschalten Löst sofort wieder aus? → Elektriker 4 Kühlgeräte geschlossen halten Gefrierschrank: 24–48h ohne Strom Kühlschrank: 4–6h ohne Strom 5 Notstrom aktivieren Generator starten (draußen!) oder Powerstation anschließen 6 Netzbetreiber informieren Störungsnummer (Stromrechnung) Radio für Updates einschalten Sofort (erste 2 Min.) Prüfen (2–10 Min.) Absichern (10+ Min.) kipor.org

Stromausfall-Checkliste: Die 6 wichtigsten Schritte im Überblick (Quelle: Kipor.org, basierend auf BBK-Empfehlungen)

Wie häufig sind Stromausfälle in Deutschland?

Die durchschnittliche Stromunterbrechung in Deutschland lag 2024 laut Bundesnetzagentur bei 11,7 Minuten pro Verbraucher und Jahr (SAIDI-Wert) – damit zählt das deutsche Stromnetz zu den zuverlässigsten weltweit. Zum Vergleich: In den USA liegt der Wert bei 70–80 Minuten, in manchen osteuropäischen Ländern bei über 200 Minuten.

Diese Durchschnittszahl täuscht jedoch über lokale Risiken hinweg. 2024 meldeten 830 Netzbetreiber insgesamt 164.645 Versorgungsunterbrechungen – eine Zunahme um rund 6.300 Fälle gegenüber dem Vorjahr. Die häufigsten Ursachen:

  • Atmosphärische Einwirkungen: Stürme, Gewitter, Eisregen und Schneebruch beschädigen Freileitungen – besonders in ländlichen Gebieten mit oberirdischer Verkabelung
  • Einwirkungen Dritter: Bagger beschädigen Erdkabel bei Bauarbeiten, Unfälle an Transformatoren oder Vandalismus
  • Technisches Versagen: Alternde Netzinfrastruktur, Überlastung durch steigende Elektrifizierung (Wärmepumpen, E-Autos, Wallboxen)
  • Netzinstabilität: Steigende dezentrale Einspeisung durch PV-Anlagen erfordert komplexere Netzsteuerung

Entscheidend ist: Der SAIDI-Wert erfasst nur ungeplante Unterbrechungen über 3 Minuten und schließt höhere Gewalt (Extremwetter) aus. Tatsächliche Ausfallzeiten bei Sturm, Hochwasser oder Netzüberlastung können deutlich länger sein – das Ahrtal-Hochwasser 2021 führte regional zu mehrtägigen Stromausfällen.

„Die meisten Kunden kommen erst nach dem ersten längeren Stromausfall zu uns – dann aber in Eile. Mein Rat: Beschäftige Dich mit dem Thema Notstrom, solange der Strom noch fließt. Eine durchdachte Vorbereitung kostet einen Bruchteil dessen, was ein mehrstündiger Ausfall im Winter an Folgeschäden verursachen kann – defekte Heizungsanlagen, verdorbene Lebensmittel oder ein überfluteter Keller ohne Pumpe."

– Alexander Harlinghausen, Geschäftsführer Kipor.org GmbH, 18+ Jahre Erfahrung im Bereich Stromerzeuger

Stromausfall-Vorsorge: So bereitest Du Dich richtig vor

Die beste Reaktion auf einen Stromausfall ist Vorbereitung – und die beginnt lange bevor das Licht ausgeht. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt jedem Haushalt eine Grundausstattung für den Notfall.

Notvorrat-Checkliste nach BBK-Empfehlung

Das BBK empfiehlt einen Vorrat für mindestens 10 Tage. Die wichtigsten Posten für einen Stromausfall-Notvorrat:

  • Beleuchtung: LED-Taschenlampen (mindestens 2 Stück) + Ersatzbatterien, batteriebetriebene Campinglampen, Kerzen und Streichhölzer
  • Kommunikation: Batterie- oder Kurbelradio für Durchsagen, Powerbank (mindestens 10.000 mAh) für Smartphone
  • Wasser: 2 Liter pro Person pro Tag – bei Hochhäusern kann die Wasserversorgung bei Stromausfall ausfallen (Druckerhöhungspumpen)
  • Lebensmittel: Konserven, Knäckebrot, Nüsse, Müsliriegel – alles, was ohne Kochen und Kühlung genießbar ist
  • Kochen: Campingkocher mit Gaskartuschen (nur im Freien oder bei guter Belüftung verwenden)
  • Wärme: Dicke Decken, Schlafsäcke, warme Kleidung – im Winter ist Wärmeverlust bei Heizungsausfall die größte Herausforderung
  • Bargeld: EC-Kartenzahlung und Geldautomaten funktionieren bei Stromausfall nicht – 500 € in bar als Notreserve

Notstromversorgung für Dein Zuhause planen

Für eine zuverlässige Notstromversorgung brauchst Du mehr als nur einen Generator im Keller – Du brauchst einen Plan. Die drei Stufen der Notstromvorsorge:

Stufe 1 – Sofortversorgung (0–4 Stunden): Eine mobile Powerstation mit 1.000–2.000 Wh versorgt Router, Smartphone, Laptop und Beleuchtung geräuschlos. Ideal für kurze Ausfälle und die Überbrückung bis der Generator läuft.

Stufe 2 – Grundversorgung (4–48 Stunden): Ein Inverter-Stromerzeuger mit 2.000–3.800 Watt versorgt Kühlschrank, Heizungssteuerung, Router und Beleuchtung gleichzeitig. Für die meisten Einfamilienhäuser die sinnvollste Lösung.

Stufe 3 – Vollversorgung (48+ Stunden): Ein Diesel-Inverter-Generator mit 5.000+ Watt, idealerweise mit ATS-Automatik (Automatic Transfer Switch), springt bei Netzausfall automatisch an. Für Haushalte mit Wärmepumpe, Tiefkühltruhe und anspruchsvoller Haustechnik.

🔋 SOFORT-NOTSTROM: KOMPAKT & LEISE
maXpeedingrods MXR 2300 Inverter Stromerzeuger für Notstrom

maXpeedingrods MXR 2300 – Einsteiger-Notstrom

  • Leistung: 1.800W Nenn- / 2.300W Max. – versorgt Kühlschrank, Router, Licht und Ladegeräte
  • Gewicht: Nur 18 kg – schnell aus der Garage geholt und einsatzbereit
  • Inverter-Technologie: Reine Sinuswelle schützt Heizungssteuerung, Router und Elektronik
  • Tank: 4 Liter – bis zu 10+ Stunden Laufzeit im Eco-Modus
  • Preis: 399,95 € – die günstigste Notstrom-Absicherung mit Inverter-Qualität
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Wie viel Watt brauche ich bei einem Stromausfall?

Für die Grundversorgung eines Einfamilienhauses bei Stromausfall reichen 2.000–3.500 Watt – das versorgt Kühlschrank, Heizungssteuerung, Router und Beleuchtung gleichzeitig. Entscheidend ist die Summe aller gleichzeitig betriebenen Geräte plus 30–50% Reserve für Anlaufströme.

Typische Verbraucher und ihr Leistungsbedarf:

Gerät Nennleistung Anlaufstrom Priorität
Kühlschrank / Gefriertruhe 100–200 W 3–5x (600–1.000 W) ⭐⭐⭐ Kritisch
Heizungssteuerung / Umwälzpumpe 100–300 W 2–3x ⭐⭐⭐ Kritisch (Winter)
Router / WLAN 15–30 W ⭐⭐⭐ Kommunikation
LED-Beleuchtung (5–10 Lampen) 50–100 W ⭐⭐⭐ Sicherheit
Smartphone laden 10–20 W ⭐⭐ Wichtig
Laptop 50–80 W ⭐⭐ Wichtig
Mikrowelle 700–1.200 W ⭐ Komfort
Wasserkocher 1.500–2.200 W ⭐ Komfort
Wärmepumpe 2.000–5.000 W 3–5x (bis 25.000 W) ⭐⭐⭐ Spezialfall

Pro-Tipp vom Experten: Nicht alles gleichzeitig einschalten! Bei Notstrom gilt: Kritische Verbraucher zuerst (Kühlschrank, Heizung, Router), Komfortverbraucher (Mikrowelle, Wasserkocher) einzeln und nacheinander. So reicht ein 2.000–3.000-Watt-Generator für ein ganzes Einfamilienhaus – Du musst nur kurze Leistungsspitzen durch geschicktes Lastmanagement vermeiden.

Rechenbeispiel Grundversorgung (gleichzeitig): Kühlschrank (150 W) + Heizungssteuerung (200 W) + Router (25 W) + Beleuchtung (80 W) + Laden (20 W) = 475 Watt Dauerlast. Plus 30% Reserve für Anlaufstrom des Kühlschranks: ca. 620 Watt. Ein 2.000-Watt-Inverter reicht dafür locker – und Du kannst zwischendurch sogar die Mikrowelle oder den Wasserkocher einzeln betreiben.

Für Haushalte mit Wärmepumpe gelten andere Regeln: Hier werden 5.000–10.000 Watt Dauerleistung benötigt, da der Kompressor beim Start das 3–5-fache seiner Nennleistung zieht.

Welcher Stromerzeuger eignet sich als Notstromaggregat?

Ein Notstromaggregat ist ein Stromerzeuger, der bei Netzausfall die wichtigsten Verbraucher im Haushalt mit Strom versorgt. Für den Einsatz im Wohnhaus 2026 ist Inverter-Technologie die erste Wahl, da moderne Heizungssteuerungen, Router und Smart-Home-Systeme auf sauberen Strom angewiesen sind.

Inverter vs. AVR – Warum sauberer Strom entscheidend ist

Der entscheidende Unterschied für Hausnotstrom liegt in der Stromqualität. Inverter-Stromerzeuger erzeugen eine reine Sinuswelle mit einem Klirrfaktor (THD) unter 3% – vergleichbar mit der Netzqualität aus Deiner Haussteckdose. AVR-Generatoren (Automatic Voltage Regulator) stabilisieren zwar die Spannung, können aber Spannungsspitzen von bis zu ±10% aufweisen.

Warum das wichtig ist:

  • Heizungssteuerungen: Moderne Gas- und Ölheizungen haben empfindliche Elektronik – Spannungsspitzen können die Platine beschädigen (Reparaturkosten: 500–1.500 €)
  • Router und Netzwerk: Spannungsschwankungen führen zu Neustarts und Datenverlust
  • Wärmepumpen: Kompressoren benötigen sauberen Strom – AVR-Strom kann den Kompressor beschädigen
  • Medizinische Geräte: CPAP-Geräte, Insulinpumpen oder Sauerstoffkonzentratoren benötigen stabile Spannung
⚡ ALLROUNDER FÜR HAUSNOTSTROM
FME XG-SF 3300E Inverter Stromerzeuger für Hausnotstrom

FME XG-SF 3300E – Der Notstrom-Allrounder

  • Leistung: 2.700W Nenn- / 2.900W Max. – versorgt Kühlschrank, Heizung, Router und mehr gleichzeitig
  • E-Start: Per Knopfdruck sofort einsatzbereit – kein Seilzugkampf in der Dunkelheit
  • Inverter: Reine Sinuswelle (THD < 3%) – schützt empfindliche Heizungselektronik
  • Gewicht: Nur 21,4 kg – von einer Person schnell aufgestellt
  • Preis: 699,95 € – unser meistverkauftes Modell für Hausnotstrom
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Benzin, Diesel oder Dual-Fuel für Notstrom?

Für die Notstromversorgung im Haushalt ist die Kraftstoffwahl ein zentrales Kriterium – besonders bei der Frage der Lagerfähigkeit. Benzin altert nach 3–6 Monaten ohne Stabilisator, während Diesel und Heizöl deutlich länger haltbar sind. Dual-Fuel-Modelle bieten hier den größten Vorteil.

Benzin-Generatoren sind günstiger in der Anschaffung, leichter und leiser. Nachteil: Benzin ist schwer zu lagern (Sicherheitsvorschriften, begrenzte Haltbarkeit). Ideal für gelegentliche Nutzung und wenn eine Tankstelle schnell erreichbar ist.

Dual-Fuel-Generatoren (Benzin + LPG) sind die flexibelste Option für Notstrom. Propangas in Flaschen ist unbegrenzt haltbar, überall verfügbar und sicherer zu lagern als Benzin. Im Notfall kannst Du die Gasflasche vom Grill anschließen – sofort einsatzbereit.

Diesel-Generatoren eignen sich ab 5.000 Watt und für Dauerbetrieb. Der FME XG-SF 5600D kann zusätzlich mit Heizöl betrieben werden – wer einen Heizöltank im Keller hat, verfügt über hunderte Liter Notreserve.

🔥 DUAL-FUEL FÜR MAXIMALE NOTSTROM-FLEXIBILITÄT
maXpeedingrods MXR 3800DF Dual-Fuel Inverter Generator für Notstrom

maXpeedingrods MXR 3800DF – Dual-Fuel-Notstrom

  • Leistung: 3.500W Nenn- / 3.800W Max. – versorgt auch anspruchsvolle Haushalte komplett
  • Kraftstoff: Benzin oder LPG (Propan) – per Schalter wählbar, Gasflasche vom Grill nutzen
  • Vorteil Notstrom: Propan ist unbegrenzt lagerfähig – immer einsatzbereit
  • Technologie: Inverter mit sauberer Sinuswelle (THD < 3%) – sicher für alle Hauselektronik
  • Gewicht: 25 kg – noch transportabel für eine Person
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Unser ausführlicher Praxistest des MXR 3800DF zeigt die Notstrom-Tauglichkeit im Detail – inklusive Verbrauchsmessungen, Lautstärke und Praxis-Szenarien.

Generator bei Stromausfall sicher betreiben

Die korrekte Aufstellung und der sichere Betrieb eines Notstromaggregats sind mindestens so wichtig wie die Wahl des richtigen Geräts – jedes Jahr sterben Menschen an Kohlenmonoxid-Vergiftungen durch falsch aufgestellte Generatoren.

CO-Vergiftung: Die unterschätzte Gefahr

Kohlenmonoxid (CO) ist ein geruchloses, farbloses Gas, das bei der Verbrennung von Benzin und Diesel entsteht. Bereits eine CO-Konzentration von 0,3% in der Atemluft führt innerhalb von 30 Minuten zur Bewusstlosigkeit und zum Tod. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt regelmäßig vor CO-Vergiftungen durch Stromerzeuger in geschlossenen Räumen.

⚠️ LEBENSGEFAHR: Generator NIEMALS in geschlossenen Räumen! Betreibe den Stromerzeuger ausschließlich im Freien – mindestens 5 Meter vom Haus entfernt, mit der Abgasseite vom Gebäude weg gerichtet. Auch Garagen mit offenem Tor, Carports und Vorzelte sind NICHT sicher genug! Installiere zusätzlich einen CO-Melder im Haus (ab 20 €). Mehr zur sicheren Aufstellung findest Du in unserem Artikel Notstromaggregate sicher betreiben.

Einspeisung ins Hausnetz – nur mit Fachbetrieb

Die Einspeisung von Generatorstrom ins Hausnetz ist technisch möglich, aber NIEMALS als DIY-Lösung. Ohne professionelle Netztrennung (Netzumschalter nach DIN VDE 0100-551) besteht Lebensgefahr – sowohl für Dich als auch für Techniker des Netzbetreibers, die am vermeintlich stromlosen Netz arbeiten.

So funktioniert eine sichere Hauseinspeisung:

  • Netztrennschalter (I-0-II): Trennt physisch das Hausnetz vom öffentlichen Netz, bevor der Generator eingespeist wird. Bei Kipor.org als Zubehör erhältlich
  • ATS-Box (Automatic Transfer Switch): Erkennt den Netzausfall automatisch und schaltet auf Generatorbetrieb um – die Komfortlösung für Haushalte mit häufigem Notstrom-Bedarf
  • Elektrofachbetrieb: Die Installation MUSS durch einen qualifizierten Elektriker erfolgen – das ist keine Empfehlung, sondern gesetzliche Pflicht

Ohne Netzumschalter bleibt die Alternative: Geräte einzeln über Verlängerungskabel direkt an den Generator anschließen. Das funktioniert für Kühlschrank, Router und Beleuchtung problemlos.

🏠 PREMIUM-NOTSTROM FÜR DAS GANZE HAUS
FME XG-SF 4000ER Premium Inverter Generator für Hausnotstrom

FME XG-SF 4000ER – Premium mit Fernbedienung

  • Leistung: 3.600W Nenn- / 3.800W Max. – versorgt auch große Haushalte komfortabel
  • Lautstärke: Unter 55 dB(A) – einer der leisesten seiner Klasse, stört keine Nachbarn
  • Komfort: E-Start + Funkfernbedienung – Generator im Garten aufstellen, vom Haus starten
  • Technologie: Inverter mit reiner Sinuswelle und Ölmangelsicherung
  • Preis: 1.049,95 € – Premium-Notstrom zum fairen Preis
Zum FME XG-SF 4000ER im Shop

Alternativen zum Generator: Powerstation & Solar

Nicht jeder Stromausfall erfordert einen benzinbetriebenen Generator – mobile Powerstations und Solarsysteme sind für kurze Ausfälle (bis 4–8 Stunden) oft die praktischere Lösung, weil sie geräuschlos, emissionsfrei und sofort einsatzbereit sind.

Mobile Powerstations mit 1.000–2.000 Wh versorgen Router, Smartphone und LED-Beleuchtung für 8–12 Stunden. Nachteile: Begrenzte Kapazität, lange Ladezeiten (6–10 Stunden) und Leistungsverlust bei Kälte (bis zu 50% unter 0°C). Für den Betrieb von Kühlschränken über mehrere Stunden reichen nur große Modelle ab 2.000 Wh.

Die ideale Kombination: Eine Powerstation als Sofort-Backup für die ersten Stunden, ein Inverter-Generator für längere Ausfälle. Die Powerstation überbrückt die Startzeit des Generators geräuschlos und versorgt nachts die Grundbeleuchtung, während der Generator tagsüber die Großverbraucher betreibt. Entdecke unsere Erneuerbare-Energie-Lösungen für Powerstations und Solarpanels.

Generator vs. Powerstation: Was passt zu welchem Szenario? ⚡ Inverter-Generator ✓ Unbegrenzte Laufzeit (Nachtanken) ✓ 2.000–5.500 Watt Leistung ✓ Auch Großverbraucher möglich ✓ Ab 399 € (MXR 2300) ✗ Lärm (52–65 dB) ✗ Abgase → Nur draußen ✗ Kraftstoff lagern nötig → Ideal: Ausfälle 4h bis mehrere Tage 🔋 Powerstation ✓ Geräuschlos (0 dB) ✓ Keine Abgase → Indoor nutzbar ✓ Sofort einsatzbereit ✓ Solar-Nachladen möglich ✗ Begrenzte Kapazität (1–3 kWh) ✗ Lange Ladezeit (6–10h) ✗ Teurer bei gleicher Leistung → Ideal: Kurzausfälle bis 4 Stunden kipor.org

Inverter-Generator vs. Powerstation: Stärken und Schwächen im Notstrom-Einsatz (Quelle: Kipor.org)


Unsere Top-Empfehlungen: Notstrom-Generatoren 2026 im Vergleich

Nach über 18 Jahren Erfahrung in der Notstromberatung empfehlen wir je nach Haushaltsgröße und Anforderung diese bewährten Modelle. Die Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

Eigenschaft MXR 2300 FME XG-SF 3300E MXR 3800DF FME XG-SF 4000ER FME XG-SF 5600D
Ideal für Wohnung, Grundversorgung Einfamilienhaus EFH + Langzeitnotstrom EFH Premium EFH + Wärmepumpe
Nennleistung 1.800 W 2.700 W 3.500 W 3.600 W 5.000 W
Maximalleistung 2.300 W 2.900 W 3.800 W 3.800 W 5.500 W
Kraftstoff Benzin Benzin Benzin + LPG Benzin Diesel / Heizöl
Technologie Inverter Inverter Inverter (Dual-Fuel) Inverter Inverter
Startart Seilzug E-Start E-Start E-Start + Funk E-Start + Funk
Lautstärke ~58 dB(A) ~58 dB(A) ~59 dB(A) <55 dB(A) ~62 dB(A)
Gewicht 18 kg 21,4 kg 25 kg ca. 25 kg ca. 100 kg
Preis 399,95 € 699,95 € 604,95 € 1.049,95 € 1.889,95
Zum Produkt MXR 2300 → XG-SF 3300E → MXR 3800DF → XG-SF 4000ER → XG-SF 5600D →

Unsere Empfehlung je nach Bedarf:

Wohnung / Grundversorgung: Der maXpeedingrods MXR 2300 reicht für Kühlschrank, Router, Licht und Laden. Mit 18 kg und 399,95 € der günstigste Einstieg in die Notstromversorgung mit Inverter-Qualität.

Einfamilienhaus Standard: Der FME XG-SF 3300E mit E-Start und 2.700W Nennleistung ist unser meistverkauftes Notstrom-Modell – versorgt alle wichtigen Verbraucher zuverlässig.

Einfamilienhaus + maximale Flexibilität: Der maXpeedingrods MXR 3800DF mit Dual-Fuel-Technologie. Propangas ist unbegrenzt haltbar – Du bist immer einsatzbereit, auch wenn die letzte Tankstelle weit weg ist.

Premium-Notstrom mit Komfort: Der FME XG-SF 4000ER mit Funkfernbedienung und unter 55 dB(A) – im Garten aufstellen und vom warmen Haus aus starten.

Wärmepumpe / Vollversorgung: Der FME XG-SF 5600D Diesel-Inverter mit 5.000W Dauerleistung und der Möglichkeit, Heizöl als Kraftstoff zu nutzen. Die Lösung für maximale Autarkie. Mehr dazu im Diesel-Stromerzeuger Kaufratgeber.

Du bist Dir unsicher, welches Modell zu Deinem Haushalt passt? Kontaktiere uns für eine persönliche Beratung – wir berechnen Deinen exakten Leistungsbedarf und empfehlen das passende Gerät.


Häufige Fragen zu Stromausfall und Notstrom

Was tun bei Stromausfall im ganzen Haus?

Prüfe zuerst den Sicherungskasten: In den meisten Fällen hat der FI-Schutzschalter oder eine einzelne Sicherung ausgelöst. Schalte große Verbraucher (Herd, Heizlüfter) aus und setze den FI-Schalter zurück. Sind auch die Nachbarn betroffen, liegt ein Netzausfall vor – kontaktiere den Netzbetreiber über die Störungshotline und halte Taschenlampen, Powerbank und ein batteriebetriebenes Radio bereit.

Wie lange dauert ein Stromausfall in Deutschland?

Laut Bundesnetzagentur lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer 2024 bei 11,7 Minuten pro Verbraucher und Jahr. Die meisten Netzausfälle werden innerhalb von 30–60 Minuten behoben. Bei Extremwetter-Ereignissen (Stürme, Hochwasser) oder Beschädigungen von Hauptleitungen können Ausfälle aber Stunden bis mehrere Tage dauern – das Ahrtal-Hochwasser 2021 führte zu tagelangen Stromausfällen.

Welcher Stromerzeuger eignet sich für Notstrom im Einfamilienhaus?

Für die Grundversorgung (Kühlschrank, Heizungssteuerung, Router, Beleuchtung) reicht ein Inverter-Stromerzeuger mit 2.000–3.000 Watt. Für anspruchsvollere Haushalte mit mehreren Großverbrauchern empfehlen wir 3.500–3.800 Watt. Bei Wärmepumpen sind mindestens 5.000 Watt nötig. Inverter-Technologie ist Pflicht, da moderne Heizungselektronik sauberen Strom benötigt.

Darf ich einen Generator direkt ins Hausnetz einspeisen?

Nur mit einem professionell installierten Netzumschalter (Netztrennschalter nach DIN VDE 0100-551), der das Hausnetz physisch vom öffentlichen Netz trennt. Ohne diese Trennung besteht Lebensgefahr durch Rückeinspeisung – sowohl für Dich als auch für Monteure des Netzbetreibers. Die Installation muss zwingend durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen.

Kann ich den Generator in der Garage oder im Keller betreiben?

Nein – niemals! Stromerzeuger mit Verbrennungsmotor erzeugen Kohlenmonoxid (CO), ein geruchloses, tödliches Gas. Selbst bei offenen Toren oder Fenstern reichert sich CO gefährlich schnell in geschlossenen Räumen an. Stelle den Generator immer im Freien auf, mindestens 5 Meter vom Gebäude entfernt. Ein Abgasschlauch kann die Abgase zusätzlich gezielt ableiten.

Was kostet die Notstromversorgung für ein Einfamilienhaus?

Ein guter Inverter-Stromerzeuger für die Grundversorgung beginnt bei 399,95 € (MXR 2300). Die meistverkaufte Lösung für Einfamilienhäuser liegt bei 540–700 € (FME XG-SF 3300E oder 4000ER). Für Wärmepumpen-Betrieb mit Diesel-Inverter rechne mit 2.000–3.000 €. Hinzu kommen ggf. 300–800 € für die Installation eines Netztrennschalters durch einen Elektriker.

Benzin oder Diesel für Notstrom?

Benzin-Inverter sind günstiger, leichter und für die meisten Haushalte ausreichend. Diesel lohnt sich ab 5 kW Leistung oder bei Dauerbetrieb – und besonders, wenn ein Heizöltank vorhanden ist (Modell FME XG-SF 5600D). Der beste Kompromiss ist ein Dual-Fuel-Modell (Benzin + LPG): Propangas ist unbegrenzt haltbar und Du bist auch ohne Tankstelle einsatzbereit.


Fazit: Vorbereitung schlägt Panik – so sicherst Du Dein Zuhause ab

Ein Stromausfall ist in Deutschland statistisch selten, aber die Folgen eines längeren Ausfalls – besonders im Winter – können gravierend sein: eingefrorene Heizungen, verdorbene Lebensmittel, keine Kommunikation. Die gute Nachricht: Mit überschaubarem Aufwand bist Du auf jedes Szenario vorbereitet.

Für die Soforthilfe genügen Taschenlampen, Powerbank und ein beschrifteter Sicherungskasten. Für die nachhaltige Absicherung ist ein Inverter-Stromerzeuger die zuverlässigste Lösung: Der FME XG-SF 3300E mit E-Start und 2.700W Nennleistung deckt die Bedürfnisse der meisten Einfamilienhäuser ab und ist mit 539,95 € eine Investition, die sich beim ersten mehrstündigen Stromausfall bereits bezahlt macht.

Drei Dinge sind entscheidend: Erstens, die richtige Leistungsgröße wählen (nicht zu viel, nicht zu wenig). Zweitens, immer Inverter-Technologie für sauberen Strom. Drittens, die Sicherheitsregeln ausnahmslos beachten – kein Generator in geschlossenen Räumen, Netzeinspeisung nur durch den Fachbetrieb. Stöbere durch unsere komplette Stromerzeuger-Kollektion oder kontaktiere uns für eine persönliche Beratung – wir helfen Dir, die richtige Notstromlösung für Dein Zuhause zu finden.

Alexander Harlinghausen - Geschäftsführer Kipor.org GmbH

Alexander Harlinghausen

Geschäftsführer, Kipor.org GmbH

Alexander leitet die Kipor.org GmbH mit Sitz in Versmold und bringt über 18 Jahre Erfahrung in Entwicklung, Vertrieb und Beratung rund um Stromerzeuger mit. Seit 2007 betreut er mit seinem Team Privatkunden, Handwerker und Unternehmen bei der Wahl des richtigen Generators – von der kompakten Camping-Lösung bis zur industriellen Netzersatzanlage. In der hauseigenen Werkstatt werden alle Geräte geprüft, gewartet und bei Bedarf repariert. Alexander legt Wert auf ehrliche, praxisnahe Beratung und langfristige Ersatzteilversorgung – bei Kipor.org werden Ersatzteile ab Baujahr 2007 vorgehalten.

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